Deutschland

Rittergut Liddow

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Eckdaten

  • Baujahr: „Südhaus“ wohl schon 16. Jahrhundert, „Osthaus“ 1720 in der heutigen Form, Atelierhaus 1893, ehem. Kuhstall 1894 auf einem Vorgängerbau des 17./18. Jahrhunderts. Werkstatt 18. Jahrhundert.
  • Lage: Insel Rügen, Halbinsel Liddow, Stralsund 40 km, Bergen auf Rügen 20 km
  • Adresse: Liddow 1, Gemeinde Neuenkirchen a. Rügen, LK Vorpommern-Rügen
  • Nutzfläche: ausgebauter Wohnraum: „Osthaus“ ca. 436 qm, Keller ca. 62 qm.„Südhaus“ ca. 250 qm + Keller ca. 100 qm, „Atelierhaus“ ca. 180 qm, Werkstatt ca.- 180 qm, ehem. Kuhstall ca. 1800 qm (OG+EG)
  • Grundstücksfläche: 31.005 qm
  • Eigentümer: privat
  • Kaufpreis: auf Anfrage
  • Provision: 3,5% inkl. MwSt für den Käufer
  • Widerrufsbelehrung

Beschreibung

Das ehemalige Rügener Rittergut Liddow liegt auf der gleichnamigen Halbinsel, die gleich von drei Gewässern – dem Großen Jasmunder Bodden, dem Lebbiner Bodden und dem Tetzitzer See umschlossen wird. Es ist wohl nicht übertrieben diese Lage als außerordentlich zu beschreiben. Man wird wohl kaum eine ähnliche Kombination aus historischen Gebäudeensemble und atemberaubender Natur in maritimer Alleinlage in Deutschland finden.

Die erstmalige urkundliche Erwähnung von Liddow als bewohnter Ort, fällt auf das Jahr 1318. Die heute noch dendrologisch nachweisbare Bausubstanz stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. So ist zu vermuten, dass zu dieser Zeit auch das erste, schon etwas repräsentativere Gebäude, als frühes herrschaftliches Wohnhaus entstand. Schon damals verführte die reizvolle Lage des Gutes den Chronisten Wackenroder in seiner Beschreibung des „Alten und neuen Rügen“ von 1732 zu der possierlichen Aussage, dass das „adeliche Gut eines der plaisierlichsten Höfe auf Rügen“ wäre, „weil es mit Holtz und Fischerey versehen“ sei.

Die alten Chroniken weisen als früheste Besitzer die Familie v. Paselich aus. Diese besaß das Gut bis zu ihrem Aussterben auf der Insel Rügen im frühen 17. Jahrhundert. So ist denn die Entstehung des älteren, „südlichen“ Herrenhauses wohl auf ein Mitglied dieser Familie zurückzuführen. Über die Erbfolge kamen die Familien v. Ahnen und v. Normann im 17. und 18. Jahrhundert in den Besitz von Liddow. In dieser Zeit entstand das barocke „östliche“ Herrenhaus. Mitte des 19. Jahrhundert endete der „adeliche“ Besitz von Liddow und es kamen Bürgerliche in den Besitz des Gutes.

Die für pommersche Verhältnisse eher geringe Größe des Gutes (183 ha), die teilweise ertragsschwachen Böden und vor allen die zwar landschaftlich schöne, jedoch wegen der bis 1953 fehlenden Brücke, verkehrstechnisch schwierige Lage, führte in der Folge zu häufigen Besitzerwechseln. Der letzte Besitzer, Prof. Dr. Werner Mecklenburg wurde im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet. Nach dem Krieg wurde das Gutshaus in erster Linie zu Wohnzwecken genutzt und verfiel leider zusehends.

Im Jahre 1976 begann die Familie des heutigen Eigentümers mit dem sukzessiven Erwerb der Teile des Anwesens und der Restaurierung der Gebäudesubstanz.  Das ältere „Südhaus“ wurde großzügiges Wohnhaus, im Obergeschoss (ca. 120 qm), im Erdgeschoss (ca. 130qm) und einem Gewölbekeller (ca. 100 qm),

Im „Osthaus“ entstand im Erdgeschoss eine kleine Wohnung (ca. 85 qm) und eine große (ca. 170 qm) Wohnung, eine Diele (ca. 44qm), ein Keller (ca. 62 qm), sowie 3 Ferienwohnungen (ca. 62qm, ca. 60 qm, ca. 16 qm) im Obergeschoss.

Jeweils Natursteinböden und Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Heizkörper, Dielung aus Eiche und Kiefer im Obergeschoss.

Das zur Wasserseite gelegene 1893 erbaute „Atelierhaus“ ist zurzeit im sanierten Rohbauzustand und kann entweder zu einem großzügigen Ferienhaus oder zu 2 weiteren Ferienwohnungen ausgebaut werden. Ein weiteres historisches Gebäude wird zurzeit als Tischlerwerkstatt genutzt.

Vor dem künstlerischen Hintergrund der Eigentümer entwickelte sich Liddow außerdem zu einem Refugium für Künstler und deren, auch internationalen Ausstellungen und Veranstaltungen. In diesem Zusammenhang wurde ein baureifes Projekt für den 60 x 16 m großen ehemaligen Kuhstall/Scheune entwickelt, jedoch noch nicht umgesetzt.

Heizmedium: Norwegisches Gas, Heizanlage: Buderus. Ein Breitbandanschluss liegt an.

Die Gebäude des Gutsensembles sind nicht nur von einer atemberaubenden Natur, sondern auch von einer von Menschenhand erschaffenen Parklandschaft umgeben. Die Ursprünge des Parks gehen weit zurück und die Form der Parkanlage und des überhaupt 1. Gutsgarten in Vorpommern ist bereits auf den schwedischen Matrikelkarten Anfang des 18. Jahrhunderts deutlich zu erkennen. Das Seeufer verfügt für die Gutshofanlage über einen eigenen Badesteg und Bootsanleger und für größere Boote wäre ein Liegeplatz an der Brücke zur Halbinsel vorhanden.

Aufgrund der fantastischen maritimen und naturräumlichen Lage war Liddow bereits mehrfach Drehort namhafter TV Serien.

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