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Die Namen der Güter

Alte Landkarte

 

Woher kommen die Namen der Güter östlich der Elbe? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen den früheren Besitzern und den heutigen Namen der Orte?

Nicht selten trugen Güter und ihre Besitzer denselben Namen. So Bernstorf, Blücher, Bohlendorf, Dewitz, Heinrichsruh, Lancken, Lützow, Schlieffenberg oder Schwerinsburg. In den meisten Fällen kennt man die Familien noch, oft lässt es sich aber nicht klären, wer nach wem benannt wurde.

Bernstorf, 1237 erstmals genannt, war beispielsweise der Stammsitz der vermutlich aus Westfalen stammenden adligen Familie Bernstorff, die hier bis 1945 lebte.

Heinrichsruh ist eine nach ihm selbst benannte Gründung des Advokaten Christoph Ludwig Henrici, der im Auftrag der preußischen Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. das fast menschenleere Territorium zwischen Ueckermünder Heide und Friedländer Großer Wiese urbar machen ließ.

Auch Karlsburg und Ulrichshusen lassen sich auch auf frühere Besitzer zurückführen: Ulrich von Moltzan ließ 1562 das Feste Haus errichten und nach sich benennen.

Carl Behrend von Bohlen, der das 1732 vollendete Schloss Karlsburg errichten ließ, wurde erst nach seinem Tode zum Namensgeber des Ortes.

Hinrichshagen, Marxhagen und Philippshagen sind alte Ortsnamen. Die Endung »-hagen« lässt auf eine deutsche Gründung schließen, die vorgesetzten Personennamen weisen auf die Ortsgründer, die Lokatoren. Im Gegensatz dazu lassen sich die meisten auf »-ow«, »-witz« und auf Rügen »-vitz« endenden Namen auf eine slawische Wurzel zurückführen.

Wohl keinen Ortsnamen gibt es so häufig wie »Neuhof« – mehr als dreißig Mal wurde in Mecklenburg und Vorpommern ein neu angelegtes Gut so genannt und behielt auch diesen Namen.

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