Lettland

Gutshaus Nogallen

Die

  • Baujahr: von 1874 bis 1880
  • Lage: ca. 120 km nordwestlich von Riga, 20 km nordöstlich von Talsi und 15 km bis zum Meer
  • Objektanschrift: „Nogales pils“, Nogale, Gemeinde Ārlava, Bezirk Talsi
  • Nutzfläche: 2330,2 qm + einstöckige Garage
  • Grundstücksfläche: 160.000 qm, davon ca. 21.000 qm Seefläche
  • Eigentümer: privat
  • Preis: 850.000 €
  • Provision: 3,5 % zuzügl. der gesetzlichen MWST für den Käufer
  • Widerrufsbelehrung

 

Das Gebiet um Nogallen gehörte im Bistum Kurland zum bischöflichen Amt Erwahlen. Lehnsherr war der letzte Bischof Herzog Magnus. Als Rittergut erscheint Nogallen Anfang des 17. Jahrhunderts im Besitz des Piltenschen Landrates Friedrich v. Brunnow. Die Familie blieb rund 100 Jahre im Besitz des Gutes bis es Niklas Georg v. Brunnow um 1710 an Magnus Georg v. Fircks verkaufte. Die Barone v. Fircks haben Nogallen fast 200 Jahre besessen. Die Witwe des Barons Ernst v. Fircks, Marie, geb. Baronesse Behr, verkaufte das Gut an Otto v. Transehe und dieser schließlich 1910 an die Baronin Marie v. Nolcken, die 1920 enteignet wurde.

Das Herrenhaus wurde nach Entwürfen des Architekten Theodor Seiler im neoklassizistischen Stil, inmitten einer schönen Landschaft erbaut. Wegen der wald- und wildreichen Gegend wurde es auch das Jagdschloss des Baron v. Fircks genannt und wegen der überaus prachtvollen Ausstattung auch das „Rundale Kurlands“.

Das zweistöckige, 12-achsige Haus steht auf einem hohen Sockelgeschoss und hat einen imposanten ionischen Portikus auf der Parkseite. Ebenfalls zum Park ausgerichtet ist ein kleiner Pavillonanbau. Die Hofseite hat ein pilastergeschmücktes 3-achsiges Portal und wirkt durch die vor die linke Seite gesetzte separate einachsige Fassade etwas unregelmäßig.

Das Interieur des Hauses ist auch heute noch, wohl auch wegen der schon in den 80iger Jahren erstmalig vorgenommenen Restaurierung, beachtlich. Neobarocke Wand- und Deckenmalereien wechseln sich ab mit Majolika Keramik an den Wänden und kunstvoll geschmückten Kaminen und majestätischen Öfen.

Von der Gartenterrasse hat man einen spektakulären Blick auf den über 2 ha großen und über 20 m tiefen See. Im ca. 3 ha großen Park sind die jahrhundertealten Eichen besonders beachtenswert.