Lettland

Gutshaus Scheden

Eckdaten

  • Baujahr: Gutshaus ca. 1761, Umbau ca. 1830, Wohnhaus ca. 1920
  • Lage: 40 km von Kuldīga, ca. 133 km bis Riga, Liepāja und Ventspils
  • Adresse: Šķēdes muiža, Šķēdes pagasts, Šķēde Saldus novads, LV-3876
  • Nutzfläche: Gutshaus 1824 qm, Stall 345 qm, Scheune 569 qm, Gärtnerhaus 160 qm Mühle 250 qm und noch drei kleine Gebäude.
  • Grundstücksfläche: 63.800 qm
  • Eigentümer: privat
  • Kaufpreis: 220.000 €
  • Provision: 3,5% inkl. MwSt für den Käufer
  • Widerrufsbelehrung

Beschreibung

Das kurländische Gut Scheden/Skede liegt in malerischer Lage am Ufer des Flusses Šķēde. Das ehemalige Herrenhaus von Scheden/Šķēde entstand im Jahre 1761. Auf beiden Seiten des Gutshofes entstanden große Wirtschaftsgebäude und Scheunen. Etwas entfernt vom Herrenhaus schließen sich weitere Stallungen, Scheunen und eine Teichmühle an.

Im 19. Jahrhundert wurde das Gutshaus im Stile der Zeit neogotisch umgebaut. Architekt war Otto Dietze. U.a. wurde das Haus um ein Stockwerk erhöht und ein Eckturm angefügt. In der Mitte der Hoffront wurde das Haus mit einem Mittelrisalit geschmückt, in dem sich das Wappen der Familie von Sass wiederfindet. Das Herrenhaus verfügte über 35 Zimmer und einen Wintergarten.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde am Ufer der Šķēde in der Nähe des Herrenhauses am Hang ein Landschaftspark im englischen Stil angelegt – ein halbregelmäßiger romantischer Garten mit Wegen und einem Brunnen. An einer Seite des Parks wächst eine bemerkenswerte große Eiche (5,7 m).

Das Gut verfügte früher über einen gewerbsmäßigen Ziegelofen, in dem auch Fliesen und später Drainagerohre hergestellt wurden. Es gab ebenfalls eine Brennerei, drei Krüge und eine Mühle. Der Mühlenteich führt derzeit kaum noch Wasser. In neuerer Zeit wurde hinter der Mühle eine neue, private Bühne für Outdoor-Events eingerichtet.

Im Jahr 1921 wurde das Gut von der Kreisverwaltung Kuldīga/Goldingen übernommen. Von 1925 bis 1927 beherbergte das Schloss die Grundschule. Im Jahr 1928 wurde Jānis Laudams, der Inspektor der Volkshochschulen im Bezirk Kuldīga, Eigentümer. Während des Zweiten Weltkriegs beherbergte das Herrenhaus ein deutsches Heereslazarett. Während der sowjetischen Besatzung Büros und das Postamt.

Anfang der 2000er Jahre wurde mit Restaurierungsarbeiten begonnen, die leider eingestellt wurden. Im Herrenhaus wurden verschiedene Investitionen in die Sanierung des Gebäudes, der Dachkonstruktion und der Eindeckung sowie in die Sanierung einiger Zwischengeschossdecken für mehrere zehntausend Euro getätigt. Heute steht das Haus leider leer.

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