Lettland

Gutshaus Padern

 

  • Baujahr: 1838-40
  • Lage: 8 km bis Kuldīga, ca. 168 km bis Riga
  • Anschrift: „Pils“, Padure, Kuldiga Bezirk
  • Nutzfläche: 980 qm
  • Grundstücksfläche: 23000 qm
  • Eigentümer: privat
  • Preis: 250.000 €
  • Provision: 3,5 % zuzügl. der gesetzlichen MWST für den Käufer
  • Widerrufsbelehrung

 

Das Herrenhaus von Padure liegt unweit der Stadt Kuldiga (Goldingen) im ehemaligen Kurland, heute der westliche Teil Lettlands. Das sehenswerte Städtchen Kuldiga (Goldingen) mit dem breitesten Wasserfall Europas (des Flusses Venta – Wildau)
Zum ersten Mal wurde Padure 1253 erwähnt. Im Jahre 1404 wurde Hermann Grundys vom Ordensmeister Dietrich von Torck mit Padure belehnt.

1526 belehnte der Ordensmeister Wolter v. Plettenberg Jacob Frank mit Padure. Im 17. Jahrhundert gehörte das Gut Padure dann dem Johann von Dönhoff. Dieser ist von 1652 bis 1682 erwähnt.
Von 1702 bis 1799 gehörte Padure der Familie der Barone von Korff, die während des Nordischen Krieges auch in der Region um Kuldiga reich belehnt wurden.

Wilhelm von Korff wird seit 1702 in Padure erwähnt. (+1719), sein Sohn, der Schlosshauptman von Durbe, Friedrich Casimir von Korff, folgt ihm im Besitz. In seinem Testament übergab er Padure als Fideikommiss an den ältesten Sohn Friedrich Kasimir (1713-1768). Da dieser unverheiratet war, ging es in die Hände eines anderen Bruders, Wilhelm Ernest (1714-1793), der es wiederum seinem Sohn Gerhard Heinrich (1759-1820) überließ.

1837 schließlich erwarb es der wohlhabende schottische Kaufmann John Lewis Balfour für 60.000 Rubel das Gut. Dieser ist auch der Erbauer des bis heute existierenden Herrenhauses.
1921 wurde der Besitz verstaatlicht und das Haus geteilt und eine Ausbildungsstätte des Landwirtschaftsministeriums eingerichtet, die bis 1944 dort betrieben wurde. Im Krieg hatte die deutsche Wehrmacht dort ein Hospital eingerichtet.

Nach der erneuten Unabhängigkeit des Landes wurde das Herrenhaus von Padure privatisiert.
Das Haus ist in großen Teilen ursprünglich und wenig verbaut. Auch im Inneren sind einige bauzeitliche Teile, wie Türen, Treppen und Öfen erhalten.

Im Park, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts von J. L. Balfour nach dem Vorbild des englischen Landschaftsparks erbaut wurde, hat sich eine schöne alte Lindenallee erhalten. Die zweite Gasse vom Herrenhaus führte zum Haus des Gärtners und wurde das Liebestal genannt.

Seit 2015 wird das Herrenhaus restauriert und es wird zu Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen genutzt. Auch die komplette Anmietung des Hauses ist über AirBnB und Booking.com möglich.