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Schloss Semlow

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Eckdaten

  • Baujahr: 1830
  • Lage: 20 km südöstlich von Ribnitz-Damgarten, 20 km zur A20
  • Adresse: Parkst. 8, 18334 Semlow, Amt Ribnitz-Damgarten, LK Vorpommern-Rügen
  • Nutzfläche: ca. 3.000 qm
  • Grundstücksfläche: 1.6178 qm
  • Eigentümer: privat
  • Kaufpreis: 2,2 Mio. €
  • Provision: 3,5% inkl. MwSt für den Käufer
  • Widerrufsbelehrung

Beschreibung

20 km südwestlich von Ribnitz-Damgarten liegt das Gutsdorf Semlow. 1320 erstmals in den Urkunden erwähnt, tauchte schon 1398 das Geschlecht der Behr in Semlow auf. In der Familie dieses uradligen und in verschiedenen Linien im ganzen Baltikum florierenden Geschlechtes blieb Semlow als Stammsitz dann bis zum Jahre 1945. Der Semlower Zweig der Familie nahm 1767 zusätzlich den Namen Negendank an und trug seitdem den Doppelnamen von Behr-Negendank.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Besitz laufend vergrößert und belief sich im 19. Jahrhundert auf ca. 3.800 Hektar. Damit waren die Grafen v. Behr-Negendank einer der größten Landbesitzer in Vorpommern. 

Der Vorgängerbau des heutigen Gutshauses wurde 1565 als pommersche Grenzburg zu Mecklenburg errichtet. Das heutige Herrenhaus entstand 1830 nach den Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel noch im Auftrag des Carl August von Behr-Negendank. Die Fertigstellung erlebte allerdings erst sein Sohn Ulrich, seit 1861 Graf v. Behr-Negendank. 

Das Herrenhaus ist ein schlichter klassizistischer, 15-achsiger Putzbau mit viersäuligem Mittelrisalit. Etwa um 1855 erfolgte an der östlichen Gebäudeseite ein Anbau für ein Gewächshaus und einer Orangerie. Der westliche Anbau nahe der Kirche wurde um ca. 1868 als Wohnbereich der Familie errichtet. Ein hohes Kellergeschoss lässt das Schloss zur Hof- und Parkseite dreigeschossig erscheinen. Der an der parkseitigen Gebäudefront vorhandene fünfachsige Mittelrisalit wird durch flache Wandsäulen besonders hervorgehoben. Ursprünglich war der Mittelrisalit mal mit einem Dreiecksgiebel ausgestattet. Rechtsseitig, zwischen dem Schloss und der Orangerie, befindet sich eine steile Treppe als Zugang zum Schlosspark. Die in Richtung Dorf zeigende Schlossseite ist zweigeschossig. Der an dieser Seite vorhandene dreiachsige Mittelrisalit wird durch den Portikus und dem darauf ruhenden Altan hervorgehoben.

Der an der Parkseite, unmittelbar vor dem Schloss gelegene große Teich, wurde zwischen 1851 und 1853 im Zusammenhang mit der gesamten Parkgestaltung angelegt. Der ca. 20 ha große Landschaftspark entstand 1851-55 nach Plänen des königlich preußischen Hofgärtners Gustav Meyer und wurde ausschließlich mit einheimischen Gehölzen bepflanzt. Der Park zählt heute zu den wenigen noch original erhaltenen großen Gartenschöpfungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Park befindet sich im Besitz der Gemeinde.

Dem Haus vorgelagert ist ein großzügig angelegtes Rondell mit einem Springbrunnen.

Das Haus ist im Jahre 2012 teilsaniert und verfügt zurzeit jedoch erst über 2 große Ferienwohnungen. Insgesamt hat das Haus eine beachtliche Ausbaureserve. Besonders für größere Veranstaltungen geeignet ist der große Festsaal im Hauptteil des Hauses mit 160 qm Fläche. In der ehemaligen (nicht sanierten) Orangerie befindet sich ein weiterer, über 200 qm großer Saal. Im Souterrain werden die Räumlichkeiten der ehemaligen Gaststätte (Jagdkeller) ebenfalls zurzeit nicht genutzt.

Ansonsten wird ein großer Teil des Hauses von der Eigentümerfamilie privat bewohnt. 

Die Ostsee ist in ca. 30 Fahrminuten zu erreichen.

Nach Absprache mit der Gemeinde wäre möglicherweise noch der Erwerb eines der die Einfahrt flankierenden ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gutes vorstellbar. Auch ist die Errichtung eines weiteren Gebäudes links vom Schloss, auf einer ehemals bebauten Fläche, denkbar.

Geheizt wird mit einer 70 KW Ölheizung und einem 50 KW Holzheizung. Gas liegt am Rondell vor dem Hause an. 

Bildergalerie

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