Lettland

Villa Rudbahren

 

  • Baujahr: 1934
  • Lage: unweit der Hauptstrasse von Riga nach Liepaja, ca. 156 km bis Rīga, 60 km bis Liepāja
  • Objektanschrift: Jaunrudbārži“ ,Gemeinde Rudbārži, Bezirk Skrunda, 56,643012, 21,891886
  • Nutzfläche: 650 qm
  • Grundstücksfläche: 28.400 qm
  • Eigentümer: privat
  • Preis: 85.000 €
  • Provision: 3,5 % inkl. MWST für den Käufer

 

Das villenartige Haus mit mehreren Nebengebäuden gehört zum ehemaligen Gutsensemble von Rudbahren. Rudbahren ist eines der ältesten Güter der Barone von Fircks und war von 1778 bis zur Enteignung 1920 in der Familie.

Das heute noch existierende gr0ße Herrenhaus von Rudbahren stammte in seiner einfacheren, jedoch schon annähernd so großen Form wie heute, aus der Zeit um 1780. Kurz vorher hatte es der Piltensche Landrat Ewald v. Fircks vom kurländischen Herzog Peter Biron gekauft. Die erste gravierende Überformung des Hauses in dem damals beliebten Empirestil, fand im Jahre 1835 unter der Leitung des Architekten Theophil Ludwig Dicht statt. Auch die Anfänge der Gestaltung des weitläufigen 59 ha großen Waldparks sind in dieser Zeit zu suchen.

1883 war dann der nächste Umbau des Herrenhauses vollendet. Das Haus wurde zu einem imposanten Neorenaissance Herrenhaus umgebaut und um einen Querbau an beiden Enden erweitert. 1905 erlitt das Haus das Schicksal vieler baltischer Herrenhäuser, es wurde geplündert und niedergebrannt, aber 1908, unter der Regie des Architekten Leo Reynier, in neoklassizistischer Form wiederaufgebaut.

Das Anwesen rund um das hier zum Verkauf stehende Haus „Jaunrudbārži“ befindet sich etwa 500 Meter von dem oben genannten Gutshaus entfernt, in schöner Lage mit einer Grundstücksfläche von ca. 2,84 Hektar. Das Grundstück ist von einer Asphaltstraße 1,5 km von der Hauptstraße begrenzt. Es gibt einen Obstgarten von 0,34 ha, einen malerischen Teich, einen Park und Alleen, sowie einige Nebengebäude.

Der Bau des relativ luxuriösen Hauses wurde 1934 abgeschlossen. Es ist ein Bau in der damaligen Architektursprache und die Säulen, Terrassen, Balkone, Treppen und Treppengeländer, Kachelöfen und Bodenfliesen sind typisch für die Architektur der Zeit.

Das dreistöckige Gebäude hat auf 650 qm Nutzfläche eine sehr beeindruckende Struktur.
Es verfügt über ca. 20 Zimmer mit mehreren sanitären Einheiten. Das Haus „Jaunrudbārži“ blieb auch über die sowjetische Zeit in einem relativ guten Zustand. Es wurde als Apotheke, Sanitätsstation, Bibliothek und zu Wohnzwecken genutzt.

Das Gebäude war an eine Zentralheizung angeschlossen. Es hat fünf Schornsteine und ein Ziegeldach. Die ursprüngliche Farbe des Hauses blieb erhalten. Die Zimmer haben gestrichene Wände, Holzbohlen und Fliesenböden. Das Gebäude verfügt über hohe Decken, einen großen Keller sowie geräumige Lofts, die als Mansarde gebaut werden können.

Interessant ist noch, dass „Jaunrudbārži“ eine natürliche Wasserquelle hat – in seinem Keller gibt es noch einen Brunnen, der Trinkwasser liefert.

Alle tragenden Strukturen und Wände sind in einem zufriedenstellenden Zustand, allerdings müssen etwa 90% der Fenster ersetzt werden.